"Da wo die Angst ist geht`s lang!"

Wir alle leben zwischen zwei Polen. Dem Pol der Angst und dem Pol der Liebe. Dabei ist uns zumeist nicht bewusst, dass wir den Großteil unseres Lebens im Bereich der Angst verbringen.

Wir haben Angst nicht zu genügen, Angst zu versagen, Angst abgelehnt zu werden, Angst jemanden oder etwas zu verlieren. Wir haben Angst loszulassen, Angst verletzt zu werden, Angst alleine zu sein, Angst Schmerzen zu erleiden. Nicht selten haben wir Angst zu vertrauen, Angst uns hinzugeben, Angst den Halt zu verlieren, ebenso die Kontrolle. Wir haben Angst vor dem Neuen, Angst vor dem Ende, Angst vor dem Fremden, Angst vor Veränderung. Auch die Angst vor Berührungen, Angst vor Gefühlen oder die Angst vor der Wahrheit sind weit verbreitet.

All diese Ängste entspringen der Angst vor dem Tod, der Angst vor dem Sterben, der Angst vor der Auflösung, der Angst vor dem Nichts. Schon allein der Gedanke löst bei den meisten Menschen Angst aus. Dabei kann die Angst selber gar nichts dafür. Sie ist lediglich ein Gefühl. Und doch hat sie so viel Macht über uns, dass wir den Großteil unseres Lebens nach ihr ausrichten.

angstforscher.de möchte Sie darin unterstützen, sich von dieser Angst zu befreien.

Eine heilsame Art dies zu tun ist die Angst am eigenen Leib zu erforschen. Dabei geht es nicht darum, uns der Angst schonungslos auszuliefern oder kopfüber in sie hineinzuspringen. Es geht darum, sie nicht mehr als Feind oder Hindernis anzusehen, sondern sie als Arbeitsgrundlage unseres persönlichen Dilemmas zu nutzen.

Als Angstforscherinnen und Angstforscher am eigenen Leib machen wir uns selbst zum Forschungsobjekt und richten unseren Blick von außen nach innen. Dies tun wir weniger mit der Haltung einer Richterin als vielmehr mit der eines Wissenschaftlers. Wir untersuchen und studieren die Angst und machen uns mit ihr vertraut. Wir erforschen ihre Wirkmechanismen und unsere Reaktionen auf die Angst. So arbeiten wir mit der Angst, nicht gegen sie und nehmen das Zepter wieder in die Hand.

Wir können also zulassen, dass die Angst unser Leben bestimmt, so dass wir immer ängstlicher werden. Oder wir können es wagen, die Angst zu erforschen und erkennen, dass dies der Weg in die Freiheit ist.

Erlauben wir uns also Angst zu haben!